Die wirklichen Stadionperlen dieses Siebenbürgen-Trips warten an Tag zwei auf uns. Momentan noch Heimat zweier Klubs, deren Perspektiven unterschiedlicher kaum sein könnten, eint beide Spielstätten, in der Noch-Gegenwart sowie einer zeitlich begrenzten Zukunft einem Verein zu dienen, der derzeit wahrlich bewegte Jahre durchlebt.
Hunedoara / Eisenmarkt
Noch aus Zeiten, in denen der Einfluss der deutschen Sprache in der Region maßgebend war, stammt ihr alter Name Eisenmarkt. Das ist mehr als ein Fingerzeig, dass die Stadt schon zu K&K-Zeiten eine Hoch(ofen)burg der Eisengewinnung und -verarbeitung war. Rumäniens sozialistischer Staatsführer Nicolae Ceauşescu zementierte später dieses Los, unter seiner Ägide veränderte sich das Stadtbild in bester brutalistischer Manier drastisch. Um den Betrieb der massiv ausgebauten Stahlkombinate sicherzustellen, mussten schließlich zehntausende Arbeiter mitsamt Familien am Standort in quadratisch, praktisch gut angelegten Wohnblöcken untergebracht werden. Die kompromisslose und spaßbefreite Form der Stadtplanung fegte das, was an historischem Kern da war, weg und rückte selbst die imposante Burg im Südosten in den Hintergrund.
Dabei ist gerade die von großem historischem Wert. Wenig verwunderlich ist es da, dass der komplette Vereinsname auf sie, genauer gesagt ihre Erbauer zurückgeht. Der große ungarische Heerführer Johann Hunyadi, bekannt als vielfacher Bezwinger der nach Nordwesten dringenden Osmanen und somit einer großen Verteidiger des Abendlandes auf der Balkanhalbinsel, ließ die Burg einst im 15. Jahrhundert errichten. Sein Sohn Matthias Corvinus, der seinen Namen aus dem Raben (lat. Corvus) im Familienwappen ableitete, baute die Stammburg später zu seiner Residenz aus. Die Legende besagt, dass Johann, im Rumänischen <<Iancu de Hunedoara>> genannt, einst als unehelicher Königssohn das Licht der Welt erblickte. Von seinem Vater erhielt er einen Ring, mit dessen Hilfe er später seinen Anspruch auf den Thron stellen können sollte. Als er ihn von einem Raben gestohlen bekam, erlegte er ihn kurzerhand mit Pfeil und Bogen. Ob wahre Begebenheit und nur eine Sage, diese Kenntnis ist essentiell um das Wappen von Corvinul Hunedoara entschlüsseln zu können.


Nach dem Fall des rumänischen Sozialismus hat man den touristischen Wert des Castelul Corvinilor erkannt und es im 21. Jahrhundert wieder auf Vordermann gebracht, sodass den Besucher heute nicht nur die einzigartige Bauweise, sondern auch die gute substanzielle Verfassung des Kastells beeindruckt. Auch in der Innenstadt laufen inzwischen weiträumige Bauarbeiten mit dem Ziel Parkanlagen und einen einladenden, zentralen Platz zu schaffen. Eine andere angekündigte Maßnahme betrifft jedoch das Stadionul Michael Klein und ließ bei uns die Alarmglocken schrillen. Die hellblau-weiß gestrichene Karpatenperle soll bereits nach dieser Spielzeit dem Erdboden gleichgemacht werden und für einen Neubau weichen, dessen modernes Design besonders für rumänische Verhältnisse überraschen mag.
Stadionul Michael Klein, Hunedoara
Eckdaten der Begegnung
Stadionul Corvinul <<Michael Klein>>, Hunedoara
Corvinul Hunedoara – CS Dinamo Bucureşti
2:2
Sa., 28. Feb. 2026 11:00 Uhr
19. Spieltag, Liga II-a
off. Angaben nach 2.781 Zuschauer
Verständlicherweise ist die Stadionfrage derzeit das Thema Nummer eins. Und auch wenn die Vereinsführung kürzlich eine Entscheidung für die Übergangszeit getroffen hat, können sich mit dieser wie so oft nicht alle Beteiligten anfreunden. Doch der Reihe nach, denn um die besondere Gemengelage in Gänze zu verstehen, muss man bei Corvinul ein paar Jahre zurückblicken.
Ein Zweitligist auf Europa-Tournee
Sportlich steuert man dieses Jahr (erneut) unaufhaltsam der langersehnten Rückkehr in die Eliteklasse entgegen und steht kurz vor Ende der regulären Runde ungeschlagen an der Tabellenspitze. Erneut deshalb, weil man noch in der Spielzeit 2023/24 – trotz zweifellos vorhandener sportlicher Ambitionen – schweren Herzens darauf verzichtete. Damals stand man vor der kuriosen Fragestellung, ob man lieber den Aufstieg oder doch die als Pokalsieger geschaffte Europapokalteilnahme wahrnehmen möchte – und entschied sich schließlich für letztere. Dieser aus strategischer Sicht fragwürdig erscheinende Beschluss wurde nicht aus fussballromantischen Beweggründen getroffen, sondern weil die vergleichsweise demokratisch-gesunde Vereinsstruktur es nahelegte, ja im Grunde erforderte. Das Lizenzierungsverfahren zur ersten rumänischen Liga sieht vor, dass ihre Teilnehmer als privatrechtliche Einheiten organisiert sein müssen. Der damals noch Clubul Sportiv Municipal, kurz CSM Corvinul befand sich aber, wie viele Vereine im rumänischen Amateurfussball, im Besitz der öffentlichen Hand, genauer der Kommune Hunedoara – und erhielt deshalb keine Zulassung. Eine Änderung der Eigentümerstruktur hätte zwar die Spielberechtigung für die SuperLiga eingebracht, aber gleichzeitig eine dreijährige Sperre für die Klubwettbewerbe der UEFA nach sich gezogen. Eben jene Vorgabe des rumänischen Ligaverbands ist übrigens auch der Grund, warum CSA Steaua Bucureşti, das „echte Steaua“, wohl auf absehbare Zeit keine Zukunft in der nationalen Beletage haben wird: wie sein berühmter Vorgänger ist der 2017 wieder gegründete Militärklub ins Verteidigungsministerium eingegliedert.
Nach dem sensationellen nationalen Titelgewinn im Vorjahr konnten die „Corbii“ (rum. für „Raben“) auch international zumindest Ausrufezeichen setzen. Wo manch oberflächlicher Beobachter des Geschäfts einem rumänischen Zweitligisten wohl dazu neigen würde, ihm die Europapokaleignung abzusprechen, beförderte Hunedoara den ungarischen Vertreter Paksi aus dem Wettbewerb und zog in der 2. Qualifikationsrunde gegen HNK Rijeka nur ganz knapp den Kürzeren.
Die Zukunft beginnt jetzt
Es sind aufregende Jahre im alten Eisenmarkt und die sportlichen Erfolge locken auf ihrer letzten Tage nochmal einige tausend Schaulustige in die altehrwürdige Schüssel, wie die sportliche führt man auch die Zuschauertabelle des rumänischen Unterhauses an. Heute sind gar so viele gekommen, dass ein großer Teil den Anpfiff in der Schlange vor dem Kassenhäuschen stehend erklingen hört – wir eingeschlossen. Wenigstens bleibt mir so die Gelegenheit, ohne Umweg meine Euronen zum fairen Kurs von 1:5 in die Landeswährung zu tauschen. Mit den 50 vom Vordermann erhaltenen Lei kann ich anschließend die beiden Eintrittskarten für meinen Begleiter und mich erstehen.
Drinnen angekommen wird uns schnell klar, dass der Zustand dieses Stadions keine Zukunft im Oberhaus zulässt. Das Stadionrund ist gespickt von rissigen bis eingestürzten Betonstehstufen, die in Deutschland gewiss gesperrt wären. Wie schon den Uralt-Schmotter in Cugir am Vortag betreten wir auch sie genüsslich auf eigene Gefahr – genau dafür sind wir doch hergekommen. Auch die in himmelblau-weiß gestrichenen Tribünen auf beiden langen Seiten sind Relikte der Vergangenheit, speziell die größere ist ein optischer Augenschmaus. Als wir es mit einigen Minuten Verspätung reingeschafft haben, nehmen wir auf zwei der wenigen noch freien Sitzen darauf Platz.
Nicht lange brauchen wir um festzustellen, welch gepflegten Ball Corvinul spielt. Die Mannschaft kombiniert auf sehr ansprechendem Niveau und muss sich lediglich den Vorwurf gefallen lassen, den Ball ins Tor tragen zu wollen. Trotz wunderbar vorgetragener Angriffe und bester Chancen steht zum Ende von Durchgang eins nur ein schmales 1:0 und die Gäste aus der Hauptstadt sind noch in der Partie.



Der Vollständigkeit halber ein kurzer thematischer Abstecher zu denen. Beim „CS Dinamo Bucureşti“ handelt es sich mitnichten um einen der großen Hauptstadtklubs, sondern nur um eine ausgehöhlte Hülse dessen. Die in Rumänien an der Tagesordnung stehenden Bankrotte und Neugründungen haben eine Vielzahl solch hohler Konstrukte geschaffen, die nun durch die Ligen wabern und bei denen man sich schon fragen mag, wozu diese überhaupt existieren. Eine Hand voll Zuschauer, bei denen es sich dem Anblick nach aber eher um Familienangehörige als um Fans im eigentlichen Sinne handeln dürfte, unterstützen ihr rot-weißes Team ungeachtet der vermeintlichen Identitätskrise. Dementsprechend lassen sich die in ihrer Hintertorkurve positionierten Corvinul-Ultras zwischenzeitlich nicht nehmen, sinngemäß übersetzte „Dinamo?! Wo ist Dinamo?!“-Rufe auf die gegenüberliegende Seite abzusenden.
Die Viertelstunde, in der der Ball ruht, nutzen wir für einen Rundgang innerhalb des Stadionareals und treffen auf Höhe der Old-School-Anzeigetafel auf einen echten Spaßvogel. In der Bedienerkabine zum Wechseln der Kassetten lässt er sich von uns Ablichten und bittet um anschließende Zusendung – überraschenderweise an eine Mobilnummer aus dem Vereinigten Königreich. Visionär, großmäulig oder doch nur witzelnd? Jedenfalls kündigt der Mann, der sich als Cristian Rotariu und ehemaliger Torhüter von Corvinul vorstellt, an, den Verein eines Tages übernehmen und in die Champions League führen zu wollen. Wir beide dürften dann selbstverständlich zum Festbankett an der reich gedeckten Tafel Platz nehmen.
Mensch, da fährt man extra zur 2. Liga in Rumänien und wird dann doch wieder mit den Auswüchsen des Glitzerfussballs konfrontiert. Eine kurze LinkedIn-Recherche im Nachgang ergibt, dass Herr Rotariu durchaus konkretere Absichten zu hegen scheint und wirklich etwas bewegen möchte, mit seinen Ideen aber bisher auf keinen fruchtbaren Boden gestoßen ist.




Doch zurück zum Sportlichen: Wie weltweit üblich wird im Fussball der schludrige Umgang mit den eigenen Möglichkeit auch in Hunedoara knallhart bestraft. Die Gäste stellen per Weitschuss und billigem Elfmeter den Spielverlauf Mitte der zweiten Halbzeit auf den Kopf. Bevor das Heim-Team zur Schlussoffensive ansetzt, entrollt die Szene ihre an die Vereinsführung adressierte Botschaft des Tages.
NU VREM SA JUCAM IN VALE, PENTRU MOFTURILE TALE
Corvinuls Ultras stellen klar, dass sie den beschlossenen Umzug ins
Jiu-Tal (nach Petroşani) – wenn überhaupt – nur äußerst widerwillig antreten.
Sie machen ihrem Ärger darüber, für die Heimspiele des eigenen Vereins eine Anfahrt von über einer Autostunde in Kauf nehmen zu müssen, unmissverständlich Luft. Wenigstens kann ihre Mannschaft sie heute mit dem mit der Brechstange erzwungenen und hochverdienten Ausgleich in der Nachspielzeit etwas besänftigen. Wir beide Calcionauten haben uns von der tollen Atmosphäre im Stadionul Michael Klein anstecken lassen und fiebern in den letzten Minuten leidenschaftlich mit – Corvinuls Ungeschlagen-Run musste weitergehen!


Der Namensgeber
Mit Abpfiff geht’s dann sofort raus, ein letztes Schmankerl hält das Gelände aber noch für uns bereit. Das Stromhäusel am Ausgang ist nicht nur gekonnt bemalt, es weist auch eine Aufschrift aus, die in mutiger bis waghalsiger, ja grenzwertiger Weise deutsche und rumänische Wörter miteinander vereint. Dank ihm wissen wir jetzt auch, wer denn dieser Michael Klein ist, dem zu Ehren das im Verschwinden begriffene Stadion benannt worden ist. Und auch wie die ihm nachgesagte beckenbauer-gleiche Eleganz leicht überzogen sein mag, die Eisenmarkter Ikone brachte es auf überaus beachtliche 90 Länderspiele, nahm an EM und WM teil. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs verbrachte der den Siebenbürger Sachsen angehörende Abwehrspieler noch drei Jahre bei Bayer Uerdingen, ehe ihn im Alter von 33 Jahren einer der tragischsten Tode der Bundesligageschichte ereilte. Während einer Trainingseinheit kollabierte „Mișa“ bei einem Waldlauf – wohl deshalb, weil der als Musterprofi geltende und den Drill gewohnte Klein nach einer nicht ganz überstandenen Grippe die Warnsignale seines Körpers überhörte. Dass uns dieses bewegende Schicksal bislang gänzlich unbekannt war, führt einmal mehr vor Augen, wie wenig man noch immer über den sozialistischen Fussball weiß – selbst wenn sich die Karriere zum Teil sogar in der Bundesliga abgespielt hat.
Die anschließende, etwas mehr als einstündige Autofahrt über eine Landstraße mit Schlaglochpistenattitüde bringt uns genau an den Ort, den Corvinul als seine vorübergehende Exilheimat auserkoren hat.
Stadionul Petre Libardi, Petroşani
Eckdaten der Begegnung
Stadionul Jiul <<Petre Libardi>>, Petroşani
Jiul Petroşani – Câmpulung Muscel
0:1
Sa., 28. Feb. 2026 14:00 Uhr
Liga III-a – Serie 6
ca. 300 Zuschauer
Die alte Bergarbeiterstadt Petroşani liegt im südlich gelegenen Jiu-Tal und sieht sich, wie die gesamte Umgebung, mit den Herausforderungen des Strukturwandels konfrontiert. Aus dem Mitte des 20. Jahrhunderts hier angesiedelten Bergbauinstituts hat sich inzwischen eine renommierte Universität entwickelt, die technische, natur- und sozialwissenschaftliche Studiengänge anbietet. Stolz ziert der Doppeldecker „Avion Petroșani“ den Kreisverkehr an der Einfahrt zur Innenstadt und unterstreicht die Rolle als wichtigen Wissenschaftsstandort. Dennoch bleibt die wirtschaftliche Perspektive schwierig, da gerade die gut ausgebildeten, jungen Leute ihr Glück eher im Ausland als in der Heimat suchen. Die Bevölkerungszahlen sind besonders in peripher gelegene Gebieten rückläufig und stellen das Land vor eine große demografische Aufgabe.
Kaum im, den Unkenrufen der Corvinul-Szene nach so finsteren, Tal angekommen, stellen wir fest, dass unsere schmale Reserve an Landeswährung für nur eine Eintrittskarte reicht. Mit dem gutmütigen Herrn im „Casa de Bilete“ – heißt das jetzt eigentlich Kartenhäusel oder Ticketkasse? – können wir nur mit Händen und Füßen kommunizieren. Er drückt ein Auge zu und händigt uns zum halben Preis von fünf Lei zwei Karten aus. Dieser freundliche, verständnisvolle und spontane Akt – bloß kein Rumgeeier – steht stellvertretend für das pragmatische und herzliche Wesen der Rumänen, wie wir es dieser Tage kennenlernen dürfen.
Kaum das Eintrittstor passiert, schreiten die weitgereisten Besucher in Richtung des stillen Örtchens. Völlig unvorbereitet erwartet uns beim Routinegang gleich mal eine Kostprobe davon, mit welchem Kaliber wir es hier aufgenommen haben. Die sechs Latrinen-Kabinen kommen – oder eben nicht – ohne Spülung aus, der beißende Gestank muss seit Jahrzehnten in den Wänden hängen – nix wie raus hier.


Fairerweise sei an dieser Stelle angemerkt, dass die Sauberkeit öffentlicher Toiletten in Rumänien das, was man aus Deutschland gewohnt ist, in aller Regel weit übertrifft.
Wir lassen uns derweil von diesem unangenehmen Empfang nicht abschrecken. Die Treppe über den Stadionwall erklommen, staunen wir nicht schlecht. Das Stadionul Jiul ist eine dieser Spielstätten, die in Echt noch mächtiger wirken als auf den Bildern, die man sich im Vorfeld reingezogen hat. Das klare und sonnige Wetter ermöglicht zudem eine astreine Panoramasicht auf die bis zu 2.500 Meter hohen und noch schneebedeckten Gipfel des Parâng-Massivs im Hintergrund. Die fast komplett bestuhlte Betonschüssel beschert uns nun die wahrscheinlich süßeste (Qual der) Sitzschalenwahl unserer bisherigen Calcionauten-Karriere, die rostfarbenen Dachkonstruktionen bringen Güterbahnhofs-Vibes rein. Schon jetzt können wir urteilen: die Bude hat Flair!


Platz genommen stellen wir fest, dass das Niveau der auf acht Staffeln aufgeteilte, dritten Spielklasse Rumäniens doch sehr zu wünschen übrig lässt. Kein Vergleich mit dem begeisternden Vortrag von Corvinul zuvor, nach dem ersten Eindruck stufen wir das uns Dargebotene ungefähr auf Landesliga-Niveau ein. Eine Einschätzung, die wir am Ende der neunzig Minuten vor allem wegen der eklatanten Probleme im letzten Drittel auf Kreisliga bis A-Klasse herabkorrigieren müssen.
Der sportlichen Trostlosigkeit zum Trotz hat auch „Jiul“ eine aktive Fanszene, die die Posse um den bevorstehenden Einzug der Corbii ebenfalls beschäftigt. Auf den Bannern beklagt man die in den letzten Jahren ausgebliebene finanzielle Unterstützung der Regionalpolitik am Standort und für die abgelegeneren Gebiete im Allgemeinen. Erst die Ankunft eines designierten Erstligisten sei notwendig, damit die Infrastruktur im größten Stadion des Landkreises modernisiert werde. Während die Kreishauptstädter auf der Euphoriewelle reiten, herrscht bei den Lokalmatadoren angesichts der aktuellen Realität des eigenen Vereins Tristesse. Die Befürchtung, die Präsenz des attraktiven Rivalen aus dem Norden könne Jiul weiteren Zuschauerzuspruch kosten, überwiegt die zugesagten Investitionen für die Sanierung der Anlage.
Ihre Statements präsentiert die Gruppe von verschiedenen Punkten und Tribünen aus, in Petroşani drehen nämlich nicht nur die Hopper ihre Runde, nein, auch die Ultras gehen auf Wanderschaft. Überaus verständlich, bei dem biederen, limitierten Kick auf dem Spielfeld gibt man sich lieber der szenischen Kulisse hin. Die Meldung, dass das „Petre Libardi“ tatsächlich noch mal auf der SuperLiga-Landkarte auftaucht, muss Rumäniens Auswärtsfahrerzunft in helle Vorfreude versetzt haben.



